Die wichtigsten Fakten

  • Das Gehalt eines Werkstudenten ist höher als 450€ monatlich.
  • Ein Werkstudent ist mehr als zwei Monate/ Jahr tätig.
  • Als Werkstudent ist man unter bestimmten Voraussetzungen von den meisten Abgaben befreit.
  • Während der Vorlesungszeit darf ein Werkstudent nicht mehr als 20 Stunden/ Woche arbeiten.
  • Bei Mehrarbeit in den Ferien darf die Grenze der Familienversicherung nicht überschritten werden.

Ein sogenannter Werkstudent arbeitet neben seinem Studium mehr als bei üblichen studentischen Minijobs oder kurzfristigen Beschäftigungen. Das Gehalt eines Werkstudenten ist höher als 450 Euro im Monat und er ist mehr als zwei Monate im Jahr tätig. Werkstudenten erhalten grundsätzlich mehr Netto vom Brutto, weil sie  - unter gewissen Voraussetzungen - von den meisten Abgaben befreit sind.

Werkstudenten

Wer ist Werkstudent?

Werkstudenten arbeiten während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche. Damit stellt der Gesetzgeber sicher, dass der Student sein Studium trotz seiner Arbeitstätigkeit ernsthaft betreibt.

Oft arbeiten Werkstudenten über Jahre in einem Betrieb. Ein Werkstudent arbeitet regelmäßig inhaltlich in fachlicher Nähe zu seinem Studienfach.

Es handelt sich daher nicht nur um einen einfachen Nebenjob zur Bestreitung des Lebensunterhalts, sondern man erwirbt gleichzeitig auch schon fachliche Kenntnisse, die für das spätere Berufsleben von Vorteil sein können.

Viele Betriebe unterstützen Werkstudenten bei ihren Abschlussarbeiten. Während der vorlesungsfreien Zeit kann der Werkstudent auch mehr als 20 Stunden arbeiten. Allerdings darf sein Entgelt die Grenze für die Familienversicherung nicht überschreiten.

Rahmenbedingungen für die Arbeitszeit eines Werkstudenten

VorlesungszeitVorlesungsfreie Zeit
maximal 20 Stunden/ Wocheerlaubt sind mehr als 20 Stunden/ Woche
Arbeitszeit darf Grenze der Familienkasse nicht überschreiten
  • Studenten, die weniger als 450 € verdienen, sind keine Werkstudenten, sondern haben einen Minijob, der von den Abgaben seitens des Arbeitnehmers befreit ist.

Besonderheiten bei Werkstudenten

Werkstudenten müssen im Regelfall nur die Lohnsteuer und die Beiträge zur Rentenversicherung entrichten.

Im Vergleich zu normalen Arbeitnehmern privilegiert der Gesetzgeber sie also bei den Abgaben. Dies verschafft ihnen einen höheren Netto-Anteil von ihrem Brutto-Gehalt.

Studenten, die als Werkstudenten tätig werden wollen, können auf speziellen Brutto Netto Online Rechnern vorab feststellen, wie viel Netto vom Brutto ihnen bei dieser Tätigkeit verbleiben wird.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  2. Deutsches Studentenwek: Werkstudenten

Das könnte Sie auch interessieren