Wer für die Rente zusätzlich etwas sparen will, kann das mit einer Entgeltumwandlung machen. Bei der Entgeltumwandlung wird zusammen mit dem Arbeitgeber bereits während der Beschäftigung Geld für eine zusätzliche Rente beiseite gelegt.

Wie funktionier die Gehaltsumwandlung genau und welche Besonderheiten gelten bei der Berechnung vom Brutto NettoGehalt für den Arbeitnehmer, wenn eine Entgeltumwandlung stattfinden soll.

Wer extra etwas mehr Geld während der Rentenzeit zusätzliche zur staatlichen Rente haben möchte, kann vorsorgen. Die Entgeltumwandlung gehört zum Bereich der Betrieblichen Altersvorsorge. Zusammen mit dem Arbeitgeber kann der Arbeitnehmer hier bereits monatlich etwas für die Zeit der Rente ansparen.

Was ist die Entgeltumwandlung?

Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch darauf, dass der Arbeitgeber einen Teil ihres Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge umwandelt, die über längere Zeit angespart wird. Der Staat fördert diese Umwandlung, indem er den umgewandelten Anteil steuer- und sozialversicherungsfrei stellt.

Exakt ausgedrückt müsste man von einer Brutto-Entgeltumwandlung sprechen, denn der Umwandlungsprozess mindert das Bruttoentgelt und so die Abgabenlast an sich.

  • Bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro zahlt der Arbeitnehmer einen Sparbetrag von 100 Euro in die betriebliche Altersvorsorge. Das Nettogehalt in Steuerklasse 1 auf 3.500 beträgt 2.178,45 Euro. Das Nettogehalt abzüglich der 100 Euro Sparrate vom Brutto, also 3.400 beträgt 2.128,33 Euro. Während 100 Euro gespart worden für die betriebliche Altersvorsorge, sind netto nur 50 Euro weggefallen.

Brutto Netto bei der Entgeltumwandlung

Entgeltumwandlung

Wer durch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) für die Rente zusätzlich sparen will, kann einen Teil des Bruttogehalts in die Vorsorge umwandeln. Der Vorteil davon: Die Einzahlung der zusätzlichen Rentenbeiträge werden Bruttogehalt abgezogen. Daher spricht man auch eher von eine Bruttoentgeltumwandlung. Bei der Umwandlung von Beiträgen vom Nettogehalt, wäre der Vorteil für den Arbeitnehmer wesentlich geringer.

Von der Höhe her können bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung umgewandelt werden. Die durch die Umwandlung erworbenen Rentenansprüche sind in der Phase der Auszahlung sowohl steuer- als auch sozialversicherungspflichtig. Es gelten auch besondere Vorschriften für die Durchführung des Ansparprozesses. Arbeitgeberzuschüsse sind möglich.

Vor der RenteWährend der Rente
Auf den umgewandelten Teil des Entgelts als betriebliche Altersvorsorge wird keine Einkommensteuer erhoben. Außerdem müssen auf diesen Teil auch keine Sozialabgaben gezahlt werden.Die Rentenzahlung ist mit der Entgeltumwandlung und bei Auszahlung dann einkommensteuerpflichtig und Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung müssen gezahlt werden.

Entgeltumwandlung berechnen

Wie kann man eine Entgeltumwandlung berechnen? Um die Gehaltsumwandlung bei der Altersvorsorge zu ermitteln, bieten sich spezielle Förderrechner im Internet an, die als besondere Art der Online Rechner für Brutto und Netto fungieren. Mit diesen Rechnern kann man nach Eingabe einiger Eckdaten sowohl die staatliche Förderung errechnen, als auch die Auswirkung auf Brutto und Netto.

Die Rechnung lässt sich mit bestimmten gewünschten Anlagebeträgen variieren, um eine Entscheidung zur Höhe des Anlagebetrages treffen zu können. Diese Berechnung kann auch vom Arbeitgeber durchgeführt werden.

Entgeltumwandlung: Wichtige Fakten

  • Entgeltumwandlung = Bruttoentgeltumwandlung
  • Vom Bruttogehalt wird eine betriebliche Altersvorsorge abgezweigt
  • Der Arbeitnehmer zahlt auf die Zusatzzahlungen keine Einkommensteuer und keine Sozialabgaben
  • Ein geringer Beitrag kann später die Rente zusätzlich aufstocken
  • Während der Rente müssen dann allerdings Einkommensteuer und Sozialabgaben gezahlt werden

Häufige Fragen zur Entgeltumwandlung

Wer in der Rente etwas mehr Geld zur Verfügung haben möchte, kann dies über eine betriebliche Altersvorsorge tun. Hierbei wird ein festgelegter Betrag vom Arbeitgeber vom Bruttogehalt abgezogen. Dadurch entstehen Ihnen als Arbeitnehmer weniger Steuern und Sozialabgaben, da die Entgeltumwandlung davon befreit ist.

  • Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, diese Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge anzubieten.

Auf die Summe der Entgeltumwandlung müssen keine Einkommensteuern und Sozialabgaben gezahlt werden. Die Sparrate geht also abgabenfrei zusätzlich zur Rente mit ein.

Wichtig ist nur, dass Sie beachten, dass die Rente bei der Nutzung der Entgeltumwandlung dann wiederum einkommensteuerpflichtig wird und auch Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Da diese Abgaben aber bei der Rente geringer sind als vorher, bleibt netto noch mehr Rente übrig als ohne betriebliche Altersvorsorge.

Einzelnachweise und Quellen

Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorgung
Bundesarbeitsgericht: Aufklärungspflicht des Arbeitgebers

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