Werkstudenten studieren und sind nebenher beispielsweise in einem Unternehmen beschäftigt. Dabei sollte der Student bzw. die Studentin vor allem auf das Studium fokussiert sein und der Arbeit nur nebenbei nachgehen. Als Werkstudent kann ein Student gelten, sofern er mehr als 450 Euro pro Monat verdient. Denn in diesem Fall kann die Werkstudenten-Regel Anwendung auf den Studierenden finden.


Werkstudent: Die Regeln für die Rentenversicherung

Rentenversicherung Werkstudent

Wer als Werkstudent bei einem Unternehmen tätig ist, muss aus dieser Beschäftigung weder Beiträge in die Arbeitslosenversicherung noch in die Kranken- oder Pflegeversicherung zahlen. Auch der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, diese Beiträge zu zahlen. Dafür müssen der Arbeitgeber sowie der Studierende die Beiträge in die Rentenversicherung zahlen. Jedoch ist es nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, die Werkstudenten-Regel anzuwenden. Zu diesen Voraussetzungen zählen:

  • Zum einen darf der Student bzw. die Studentin nur nebenbei eine Beschäftigung ausführen und muss sich in erster Linie um das Studium kümmern.
  • Zum anderen darf der Student bzw. die Studentin nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.

Die 20-Stunden-Regelung gilt sowohl, wenn eine Beschäftigung ausgeübt wird, als auch, wenn mehrere Beschäftigungen zusammenkommen. Sofern der Student mehr als einer Beschäftigung nachgeht, werden alle Beschäftigungen zusammengerechnet.

  • In bestimmten Fällen kann der Werkstudent mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dies ist zum Beispiel möglich, sofern der Student innerhalb eines Beschäftigungsjahres nicht mehr als 26 Wochen lang mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet und sofern der Student insbesondere am Wochenende und/oder am Abend bzw. in der Nacht beschäftigt ist. Doch auch wenn ein Student lediglich in den Semesterferien mehr als 20 Stunden arbeitet, wird das Studium in der Regel als im Vordergrund stehend betrachtet.

Werkstudent Rentenversicherung: Wer zahlt was?

Sofern ein Student oder eine Studentin mehr als 450 Euro verdient und als Werkstudent gilt, beträgt der Beitrag für die Rentenversicherung normalerweise 9,30 Prozent des Bruttoverdienstes. Diesen Betrag müssen jeweils der Arbeitgeber sowie der Werkstudent zahlen.

  • Wenn ein Student beispielsweise 18 Stunden pro Woche arbeitet und ein monatliches Entgelt von 900 Euro erhält, gilt dieser als Werkstudent. Dementsprechend würden in diesem Fall 9,30 Prozent von dem Bruttogehalt des Studierenden abgezogen werden. Dieser Betrag müsste schließlich, gemeinsam mit dem Arbeitgeberanteil, an die Rentenversicherung gezahlt werden.

Einzelnachweise

Techniker Krankenkasse: Studenten »
Deutsches Studentenwerk e.V.: Werkstudenten »
Deutsche Rentenversicherung: Tipps für Studenten: Jobben und studieren »


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