Sparen für die Rente

Arbeit in Deutschland sei zu teuer, lautet ein in der Politik häufig geäußerter Satz.

Dabei geht es weniger um die Höhe der Netto-Gehälter als vielmehr um die Lohnnebenkosten.

Diese machen tatsächlich einen erheblichen Teil der Kosten aus, den ein Arbeitgeber zahlen muss, um Mitarbeiter zu beschäftigen.

Was sind Lohnnebenkosten genau?

Lohnnebenkosten sind alle Gelder, die ein Arbeitgeber zusätzlich zu dem regulären Gehalt bezahlen muss, um eine Person beschäftigen zu können. Grundsätzlich unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten:

  • gesetzliche Nebenkosten
  • betriebliche Nebenkosten

Zu den gesetzlichen Nebenkosten zum Lohn gehören die Krankenversicherung sowie die Beiträge zur Sozialversicherung. Die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag werden nicht hinzugerechnet.

Diese Gelder werden zwar ebenfalls vom Arbeitgeber bezahlt, gehen jedoch zu Lasten des Arbeitnehmers und sind damit keine zusätzlichen Kosten.

Zu den betrieblichen Nebenkosten zum Gehalt können unterschiedliche Punkte zählen. Beispielsweise sind dies

  • vermögenswirksame Leistungen
  • Weihnachtsgeld
  • ein 13.Monatsgehalt oder auch
  • Urlaubsgeld.

Auch Beiträge für eine betriebliche Alters- und/oder Krankenversicherung, die der Arbeitgeber übernimmt, sind einzubeziehen.

Welches Volumen haben die Lohnnebenkosten?

Die tatsächliche Höhe der Nebenkosten hängt vom Gehalt ab und kann deshalb nur schwer verallgemeinert werden. Meist machen sie jedoch mehr als 21 Prozent des Bruttogehalts aus.

46 Prozent der gesamten Nebenkosten führen sich auf die gesetzlichen Verpflichtungen zurück. 54 Prozent der Nebenkosten sind damit betrieblich bedingt.

Die Arbeitgeberanteile zu den Nebenkosten beim Gehalt:

Posten der NebenkostenProzentualer Anteil des Arbeitgebers
Rentenversicherung9,45
Arbeitslosenversicherung1,5
Unfallversicherung1,6
Krankenversicherung7,3
Pflegeversicherung1,025
Umlage für das Insolvenzgeld0,04

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