Ein Sterbefall innerhalb der engsten Familie samt der dazu abzuwickelnden Beerdigung ist nicht nur die größtdenkbare psychische Belastung - es kommt auch eine enorme finanzielle Belastung hinzu.

Glücklicherweise kann man aber die meisten damit im Zusammenhang stehenden Beerdigungskosten steuerlich absetzen.


Welche Beerdigungskosten kann man absetzen?

Beerdigungskosten absetzen

Konkret ist das bei den folgenden Ausgabepunkten möglich, für die Beerdigungskosten entstehen.

Diese kann man steuerlich absetzen, wovon man allerdings nur profitiert, wenn man überhaupt Steuern zahlt, was bei verbliebenen Witwen oftmals nicht der Fall sein muss.

Was kann man alles steuerlich absetzen?

  • Totenschein
  • Sterbeurkunde
  • Traueranzeigen: Briefe und Karten samt Porto
  • Überführung
  • Einäscherung
  • Kreuz
  • Sarg
  • Urne
  • Leichenschau
  • Seebestattung
  • Sterbehemd
  • Beerdigungsinstitut

Dies alles gilt jedoch nur dann, wenn das Erbe geringer ausfällt als die anfallenden Beerdigungskosten.

Sittliche oder rechtliche Verpflichtung der Übernahme der Kosten

  • Die Übernahme der Kosten muss aus rechtlichen Gründen erfolgt sein - weil man als naher Angehöriger dazu verpflichtet ist. Oder sie wurden aus sittlichen Gründen freiwillig gezahlt, auch dann sind Teile der Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzbar.

Eine sittliche Verpflichtung entsteht dann, wenn ein naher Verwandter nichts von dem Verstorbenen erbt, sein Umfeld aber dennoch die Übernahme der Kosten von ihm erwartet. Diese sogenannte sittliche Verpflichtung berechtigt dann dazu, dass man die Beerdigungskosten steuerlich absetzen kann.

Obergrenze der Absetzbarkeit und nicht absetzbare Kosten

Seit 2003 gilt bei Beerdigungen die sogenannte Angemessenheitsgrenze von 7.500 Euro.

Dabei ist es unerheblich, ob der Verstorbene nun regulär auf einem Friedhof beigesetzt wird, eine Seebestattung stattfindet oder der Verstorbene eingeäschert wird und seine Asche in Urnenform seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof findet. Trotz dieser Grenze sollte man sämtliche Kosten detailliert auflisten und beim Finanzamt einreichen.

Was leider nicht unter die steuerlich absetzbaren Kosten einer Beerdigung fällt, ist die im deutschen Sprachraum auch als 'Leichenschmaus' bekannte Verköstigung der Trauergäste im Anschluss an die Beerdigung. Ebenso wenig zählen die später anfallenden Kosten für die Grabpflege zu jenen Beerdigungskosten, welche man steuerlich absetzen kann.


Einzelnachweise

Bundesministerium für der Justiz und für Verbraucherschutz, Außergewöhnliche Belastungen, §33 EStG »


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