Kfz Versicherung Schadenfreiheitsklasse und Rückstufung

Rumms - und schon hat es gekracht. Nur ein kleiner Blechschaden am Auto, das kann man doch der Versicherung melden ... - Stopp! So einfach ist das nicht.

Denn im Schadensfall erfolgt immer eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Das bedeutet: Die Versicherungsprämie erhöht sich.

Um was es sich dabei genau handelt, steht in diesem Artikel.

Was ist die Schadenfreiheitsklasse?

Die Schadenfreiheitsklasse entsteht durch die Anzahl der Jahre, die unfallfrei vergangen sind. Besser gesagt: der Jahre, in denen kein Schaden von der Kfz Versicherung beglichen wurde. SF 5 bedeutet, dass fünf Jahre ohne Unfall gefahren worden sind, SF 15 dementsprechend 15 Jahre ohne Schaden.

Was ist die Rückstufung im Schadensfall?

Passiert ein Unfall und der Versicherungsnehmer meldet den Schaden bei der Kfz Versicherung und lässt die Rechnung von ihr begleichen, dann erfolgt eine Einstufung in eine neue Schadenfreiheitsklasse. Es ist also also oft sinnvoll, den Schaden selber zu begleichen, um eine Rückstufung zu vermeiden.

Was ist besser: Selber zahlen oder Rückstufung?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Das hängt vom individuellen Fall ab. Genaue Auskünfte kann nur die Kfz Versicherung geben.

Sie rechnet aus, wie hoch die Prämien in der neuen Schadenfreiheitsklasse sein werden.

Übersteigen diese den Schaden deutlich, lohnt es sich, für die Kosten selber aufzukommen. Das ist häufig der Fall, weil die neue Schadenfreiheitsklasse oft mehrere Jahre gelten wird.

  • Ein kleiner Schaden ist entstanden. Die Reparatur kostet 400 Euro. Lohnt es sich, die Kfz Versicherung in Anspruch zu nehmen? Angenommen, die Versicherung würde einen in eine neue Schadenfreiheitsklasse einstufen. Das würde 20 Euro pro Monat mehr kosten. Nach zwei Jahren in der neuen Klasse haben die Prämien die Reparaturkosten überstiegen. Also in diesem Fall: Lieber den Schaden selber übernehmen.

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