freistellungsauftrag kapitalerträge

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland die sogenannte Abgeltungssteuer.

Finanzinstitute müssen Kapitalerträge automatisch um 25 Prozent reduzieren und den Betrag ans Finanzamt abführen.

Zu den Kapitalerträgen gehören übrigens auch die Zinsen auf Geldanlagen.

Ein Freistellungsauftrag unterbindet dies. Für die meisten Menschen macht er Sinn.

Was genau macht ein Freistellungsauftrag?

Die Idee hinter dem Freistellungsauftrag auf Kapitalerträge ist, dass er den Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro pro Person vorzieht. Dieser fällt nicht erst mit der Einkommensteuererklärung an, sondern sofort. Übersteigen die Kapitalerträge diese Grenze nicht, entsteht keinerlei Steuerpflicht.

Mögliche Höhe vom Freistellungsauftrag auf Kapitalerträge

Ratsam ist in den meisten Fällen, ihn tatsächlich bei 801 Euro zu decken. Für einen etwaigen Überschuss wird dann die Abgeltungssteuer direkt abgeführt und man spart sich mühevolle Erläuterungen bei der Steuererklärung.

Die Ausnahme von der Regel: Wenn man so wenig verdient, dass ein Steuersatz von 25 Prozent auf die Kapitalerträge zu hoch ist, sollte man den Freistellungsauftrag sehr viel höher ansetzen, um kein Geld zu verschenken (bzw. erst mühevoll wieder zurückholen zu müssen).

Maximale Höhe des Freistellungsauftrags für Kapitalerträge

Nach oben ist keine Grenze gesetzt. Ein extremes Beispiel: Theoretisch denkbar ist es, dass eine Person keinerlei weitere Einkünfte als die Erträge aus dem eingesetzten Kapital hat. Bewegen sich diese unterhalb von 8354 Euro (für 2014), fällt überhaupt keine Steuerpflicht an. Der Freistellungsauftrag sollte deshalb diese Höhe haben, um zu verhindern, dass fälschlicherweise 25 Prozent und Solidaritätszuschlag abgeführt werden.

Zusammengefasst:
  • Sparer sollten einen solchen Auftrag stellen
  • Für die meisten Menschen ist eine Grenze von 801 Euro sinnvoll
  • Tatsächlich kann aber auch eine andere Höhe ganz nach Belieben gewählt werden

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