Wer Ärger am Arbeitsplatz oder im Beruf hat, der kann nicht immer auf die Hilfe eines Gerichts verzichten. In der Regel ist in einem derartigen Fall das Arbeitsgericht Hamburg als Gericht erster Instanz zuständig. An das Amtsgericht Hamburg kann man sich zum Beispiel wenden, wenn man die Kündigung als ungerechtfertigt empfindet oder seinen Lohn nicht erhält.


Wann ein Verfahren beim Arbeitsgericht Hamburg einleiten

Arbeitsgericht Hamburg

Ganz gleich, ob als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber – jeder, deren Arbeitsort im Bezirk des Arbeitsgerichtes Hamburg liegt, kann sich an das Gericht wenden, wenn es Ärger in Geschäft oder Beruf gibt. Die Gründe, um ein Verfahren einzuleiten, reichen vom fehlenden Lohn über unzulässige Arbeiten bis hin zu einer ungerechtfertigten Kündigung. Darüber hinaus kann man es als Schlichter beauftragen, wenn es zu Streitigkeiten zwischen Tarifvertragsparteien oder zwischen Betriebsrat und Unternehmen.

Eine Klage einreichen kann man schriftlich oder mündlich zur Niederschrift. Ein Rechtsbeistand wird zunächst nicht benötigt, eine Rechtsberatung hingegen kann durchaus nützlich sein. Das Arbeitsgericht Hamburg setzt sich wie jedes andere Arbeitsgericht auch, aus einem Berufsrichter und zwei ehrenamtlichen Richtern zusammen. Je ein ehrenamtlicher Richter stammt von der Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Seite.

Aufgabengebiete im Arbeitsgericht Hamburg

Das Arbeitsgericht Hamburg ist Eingangsgericht für Verfahren, die diverse Arbeitssachen betreffen. Es ist unter anderem zuständig bei:

  • Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und -nehmer,
  • Unstimmigkeiten zwischen Personen in einem arbeitnehmerähnlichen Verhältnis und
  • Streitigkeiten zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber.

Ablauf des Verfahrens am Arbeitsgericht Hamburg

Wer eine Klage am Arbeitsgericht Hamburg eingereicht hat, muss nicht lange auf den ersten Termin warten. Meist dauert es nicht länger als einen Monat. Hierbei handelt es sich um einen Gütetermin, beide Parteien erhalten eine Ladung und können dem Berufsrichter ihre Sicht der Sachlage erklären. Die ehrenamtlichen Richter sind nicht anwesend. Diesen Termin sollte man als Versuch einer Schlichtung bzw. einer gütlichen Einigung verstehen.

Ist dies nicht möglich, kommt es zu einem weiteren Termin. Bis zu diesem Termin erhalten beide Parteien die Auflage, den Sachverhalt ausführlich schriftlich darzulegen. Ein Rechtsbeistand ist zwar noch immer nicht zwingend erforderlich, kann jedoch nicht schaden. Unter Umständen werden nun auch eventuelle Zeugen geladen und natürlich gehört.

Im Anschluss ist sowohl eine gütliche Einigung als auch ein Beschluss durch das Arbeitsgericht Hamburg möglich.

  • Die Kosten für den Rechtsbeistand trägt jede Partei selbst, darüber hinaus hat die unterlegene Partei die Kosten für das Verfahren zu tragen. Ein Antrag auf Prozesskostenhilfe ist allerdings möglich.

Kontaktdaten: Anschrift, Telefon, Fax, Web

Lieferanschrift:
Osterbekstraße 96
22083 Hamburg

Postanschrift:
Postfach 76 07 20
22057 Hamburg

Tel.-Nr.: 040 42863-5665
Fax: 040 4279-62804
Web: justiz.hamburg.de/arbeitsgericht/


Einzelnachweise

justiz-hamburg.de: Arbeitsgericht Hamburg »
Gesetze im Internet: Arbeitsgerichtsgesetz »


Das könnte Sie auch interessieren