Krankenversicherung Elternzeit

Eine der schönsten Errungenschaften dieser Gesellschaft ist der Umstand der Existenz einer Elternzeit.

Diese gilt bekanntlich für beiderlei Geschlecht, und in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach den Bedingungen der Krankenversicherung in dieser Zeit.

Die gesetzliche Krankenversicherung läuft während der Elternzeit weiter, ist dabei aber für die Eltern - und das ist entscheidend - beitragsfrei, sofern sie pflichtversichert sind.

Für Eltern gibt es sehr positive Regelungen

Wer vor Beginn der Elternzeit freiwillig krankenversichert war, für den gilt diese Regelung allerdings nur dann, wenn der Ehepartner seinerseits zu Beginn dieser Phase in der gesetzlichen Krankenversicherung war.

Auf der anderen Seite gibt es die Regelung, dass sonstige Familienmitglieder ebenfalls beitragsfrei mitversichert werden können, was die gesamte Angelegenheit sehr erleichtert.

  • In Deutschland besitzen mittlerweile sogar Großeltern ein Anrecht auf 'Großelternzeit'. Dies ist dann der Fall, wenn einer der Enkel noch minderjährig ist, sich aber in Ausbildung befindet. Der Gesetzgeber möchte damit die Chancen erhöhen, dass der junge Mensch seine Ausbildung abschließt. Diese Regelung existiert seit 2009.

Krankenkasse muss vor Antritt der neuen Phase informiert werden

Wichtig ist, dass man die Beantragung der Elternzeit auch bei der Krankenkasse nicht vergisst. Oftmals täuscht man sich in der Annahme, die Meldung beim Arbeitgeber reiche in diesem Falle aus, dem ist aber nicht so.

Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines neuen Erdenbürgers kann die Elternzeit übrigens auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers genommen werden, was häufig bewirkt, dass man die Krankenversicherung bei seinen Planungen nicht berücksichtigt.

  • Insgesamt besteht ein Anspruch von drei Jahren! Beide Elternteile dürfen also bis zu drei Jahren beanspruchen sowie diese auch in zwei zeitlich unabhängige Abschnitte aufteilen.

Der richtige Zeitpunkt, um den Beginn dieser Phase beim Arbeitgeber anzumelden, ist sieben Wochen vor Beginn. Ein guter Tipp ist es allerdings auch, diese Angelegenheit nicht deutlich früher anzumelden. Denn der erweiterte Kündigungsschutz greift erst ab acht Wochen vor Beginn dieser Zeit. Wird diese Frist versäumt, verzögert sich auch der Beginn der beitragsfreien Zeit.

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