Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert ist, kann sich freiwillig versichern lassen. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Rente zu erhöhen oder einen Anspruch auf die Rente zu erhalten. Doch nicht jeder ist berechtigt, freiwillige Beiträge in die freiwillige Rentenversicherung einzuzahlen.


Freiwillige Rentenversicherung: Für wen kann sie in Frage kommen?

Nicht alle Personen können Beiträge in die freiwillige Rentenversicherung einzahlen. Denn um hierfür berechtigt zu sein, müssen unter anderem die folgenden Anforderungen erfüllt sein:

  • Eine Versicherungspflicht ist nicht vorhanden
  • Die Person muss mindestens 16 Jahre alt sein

Doch auch der Wohnsitz spielt eine Rolle. Wer innerhalb Deutschlands wohnt bzw. sich hier für gewöhnlich aufhält, kann in der Regel die freiwillige Rentenversicherung abschließen. Dies gilt sowohl für Deutsche als auch für Ausländer oder Staatenlose. Wer sich als Deutscher für gewöhnlich nicht in Deutschland, sondern im Ausland aufhält, hat ebenfalls die Möglichkeit, die freiwillige Rentenversicherung abzuschließen.

Wenn hingegen Ausländer oder Staatenlose im Ausland wohnen bzw. für gewöhnlich im Ausland sind, sind diese nicht immer zum Abschluss der freiwilligen Rentenversicherung berechtigt. In diesen Fällen sollte am besten individuell geprüft werden. Denn hier entscheiden normalerweise die Regelungen des zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Rechts.

Welche Vorteile bietet die freiwillige Rentenversicherung?

Jeder, der zur freiwilligen Rentenversicherung berechtigt ist, kann diese im Grunde zu jeder Zeit abschließen oder beenden. Es gibt dementsprechend keine Eintrittstermine und auch keine Kündigungstermine, die beachtet werden müssen.

Zudem kann jeder Versicherte selbst über die Höhe des Beitrags entscheiden. Denn wer freiwillige Beiträge zahlen möchte, kann das Einkommen, welches zur Bemessung der Beiträge genutzt wird, selbst festlegen. Lediglich den minimalen Betrag sowie die Beitragsbemessungsgrenzen müssen hierbei beachtet werden.

  • Je mehr in die freiwillige Rentenversicherung eingezahlt wird, desto höher wird die spätere Rente ausfallen. Dabei erhöht sich die Rente grundsätzlich durch jeden Beitrag.

Wann ist die freiwillige Rentenversicherung sinnvoll?

Unter welchen Umständen der Eintritt in die freiwillige Rentenversicherung sinnvoll ist, sollte individuell entschieden werden. Grundsätzlich ist es durchaus empfehlenswert, freiwillige Beiträge in die Versicherung zu zahlen, sofern dadurch der Anspruch auf die spätere Rente gesichert werden kann. Um die Rente zu erhalten, muss nämlich in der Regel die allgemeine Wartezeit erfüllt worden sein.

Dabei ist es oft nicht wichtig, ob die Wartezeit mit den freiwilligen Beträgen oder mit den Beiträgen, die während einer Versicherungspflicht eingezahlt wurden, erfüllt wird. Unerheblich ist dies beispielsweise für viele Altersrenten, wie zum Beispiel für die Altersrente für langjährig Versicherte oder für die Regelaltersrente. Doch auch für Renten wegen des Todes spielt es meist keine Rolle, ob die Wartezeit mit der Einzahlung von Pflichtbeiträgen oder mit der Einzahlung von freiwilligen Beiträgen erfüllt wird.


Quellen

Janson, Simone: Vom Start weg richtig versichert »
Elert, Nicole / Raspels, Petra: Praxishandbuch Auslandseinsatz von Mitarbeitern »
Marburger, Horst: Auslandseinsatz von Arbeitnehmern »


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