Rentenversicherung

Als eine der bedeutenden sozialversicherungsrechtlichen Rechengrößen deckelt die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung die Höhe des Beitrages, in dem der Bruttolohn nur bis zu dieser Grenze der Berechnung zugrundegelegt wird.

Der Wert wird jährlich angepasst und ist mit weiteren Bezugsgrößen verbunden.

Fakten zur Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung

Die wichtigsten sozialversicherungsrechtlichen Rechengrößen, zu denen die Beitragsbemessungsgrenzen im Allgemeinen zählen, wurden bereits 1924 etabliert und unterliegen schon seit dieser Zeit der jährlichen Anpassung.

Früher in einem bestimmten Verhältnis miteinander verbunden, erfolgt die Beitragsbemessung der Krankenversicherung heute unabhängig von derjenigen der Rentenversicherung.

Der rentenversicherungsrechtlichen Rechengröße folgt die Beitragsbemessung zur Arbeitslosenversicherung. Auch mehr als 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gibt es unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen für Ost und West.

Knappschaften definieren ihre eigene Beitragsbemessung für die in knappschaftlichen Betrieben Versicherten, obwohl die knappschaftliche Versicherung Teil der gesetzlichen Rentenversicherung ist.

Die rentenversicherungsrechtliche Beitragsbemessungsgrenze bedingt unter anderem auch die Berechnung der Insolvenzumlage und der Entgeltfortzahlungsversicherung.

Eine Rechtsverordnung bestimmt die Beitragsbemessungsgrenze als dynamische Rechengröße jährlich neu. § 159 SGB VI in Verbindung mit § 68 Abs. 2 S. 1 SGB VI koppelt den Wert in bestimmter Weise an die Bruttolohnentwicklung.

Im Einzelfall kann der Wert auch sinken, wenn die Bruttolohnentwicklung dies hergibt.

Beitragsbemessungsgrenze RV 2017

BBMG RV/AV WestBBMG RV/AV OstKnappschaft WestKnappschaft Ost
76.200 Euro68.400 Euro94.200 Euro84.000 Euro

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