Grundrente
Die Grundrente, was ist das?

Was für ein schöner und nur zu verständlicher Wunsch: Man lebt im Alter sorgenfrei und muss nicht darum bangen, dass das Geld im falschen Moment ausgeht.

Es ist nicht nur die Existenzsicherung garantiert, sondern auch ein gutes Leben. Das Konzept der Grundrente beschreibt genau diesen Wunsch.

Was ist die Grundrente?

Der Begriff hat verschiedene Bedeutungen. Grundsätzlich beschreibt er:

  • Eine Rente für Hinterbliebene (Waisenrente, Witwenrente, etc.)
  • Eine Bodenrente - Grund wird im Sinne von Grund und Boden verstanden
  • Eine anerkannte Rentenschuld
  • Ein bedingungsloses Grundeinkommen

Der Staat verwendet den Begriff in der heutigen Zeit für die Hinterbliebenen-Rente. In der öffentlichen Diskussion meint er jedoch zumeist das sozioökonomische Modell des bedingungslosen Grundeinkommens. Je nach politischem Lager wird dies entweder generell für jeden Menschen gefordert oder nur für die Personen, die ihre Altersbezüge erhalten.

Was ist die Grundrente als bedingungsloses Grundeinkommen?

Die Theorie ist denkbar einfach: Der Staat zahlt jedem Menschen ohne Vorbedingung einen bestimmten Mindestbetrag aus - die Grundrente.

In einigen Staaten wie z.B. Kuba, Brasilien, Namibia, aber auch Kanada sowie im US-Bundesstaat Alaska wurde die Einführung versucht: Wirklich erfolgreich verlaufen ist dies bislang nirgendwo.

Warum gibt es keine Grundrente in Deutschland?

Das deutsche Recht erlaubt die Einführung einer solchen Rente bislang nicht. Streng nach der Definition gibt es sie allerdings trotzdem:

Das Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV genügt den Anforderungen an eine solche Rente. Umgerechnet beträgt ihre Höhe in der Bundesrepublik knapp 850 Euro.

Welche Höhe hat die Grundrente als Hinterbliebenen-Rente?

Der Sinn dieser Form der Rente ist es, den Unterhalt zu ersetzen, der durch den Todesfall für die Hinterbliebenen ausfällt. Die Witwe oder der Witwer erhält 25 Prozent der berechneten Rente des Verstorbenen.

Unter bestimmten Bedingungen (Erwerbsminderung des Hinterbliebenen, Nicht-volljähriges Kind, 45.Lebensjahr noch nicht vollendet) kann dieser Wert auf 55 Prozent steigen. Man spricht dann von der großen Witwenrente.

Halbwaisen erhalten zwischen zehn und 20 Prozent der berechneten Rente des Verstorbenen. Vollwaisen bekommen den doppelten Betrag. Maßgeblich für die exakte Höhe ist auch hier wie beim überlebenden Partner das Alter sowie der Gesundheitszustand.

Wie könnte sich die Grundrente weiterentwickeln?

Wer der politischen Diskussion folgt, weiß, dass die Grundrente in Deutschland in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach eine Weiterentwicklung erfahren wird.

Die Mütterrente ist beispielsweise ein solches Projekt, dass den Frauen, die sich der Familie widmen und deshalb nicht genügend Geld in die Rentenkasse einzahlen können, ein entsprechendes Mindesteinkommen im Alter zusichert.

Verschiedene Seniorenverbände fordern darüber hinaus immer wieder eine generelle Einführung solcher Leistungen für Menschen, die das Renteneintrittsalter erreicht haben. Der Grundtenor lautet: Wer immer gearbeitet hat, sollte nicht auf Stütze angewiesen sein.

Das Problem dabei ist vor allem die Demographie: Es gibt immer weniger Beitragszahler. Zudem soll das Renteneintrittsalter auf 63 Jahre vorgezogen werden, was diese Schieflage noch weiter verstärkt.

Das könnte Sie auch interessieren