Einige Lebenssituationen erschweren es dem Sparer, wie gewohnt Beiträge in die Riester Rente zu zahlen.

Viele Betroffene wählen dabei dann als vorschnelle Konsequenz eine Auflösung des Vertrags, wobei sie durchaus auch die Option hätten, diesen erst einmal beitragsfrei zu stellen.


Wie lässt sich die Riester Rente beitragsfrei stellen?

Falls der Sparer seine Riesterrente beitragsfrei stellen möchte, muss er dies dem betreffenden Anbieter schriftlich mitteilen. Ein kurzer Brief ist hierbei ausreichend, um den Versicherer über die Situation zu informieren und die Beitragsfreistellung in Kraft zu setzen.

  • Während der Freistellung fallen keinerlei staatliche Zuschüsse an.

Riester Rente beitragsfrei stellen: Welche Vorteile ergeben sich?

  • Der Sparer behält die bisherigen Zulagen.
  • Das angesparte Kapital sorgt weiterhin für Renditen, da das hinterlegte Guthaben Zinsen bekommt und somit auch weiterhin Erträge abwirft.
  • Ein Verlustgeschäft ist oftmals geringer als bei einer Kündigung.
  • Eine Beitragsfreistellung lohnt sich auch, wenn der Sparer unzufrieden ist, denn dann hat er genug Zeit, um sich entspannt nach anderen Anbietern umzusehen.
  • Sparer, welche die Rente ruhen lassen, müssen unter Umständen damit rechnen, dass diese gepfändet wird.

Riester Rente beitragsfrei stellen: Wie sieht der Musterbrief aus?

Ein Brief an den Ansprechpartner enthält im Idealfall folgende Angaben:

  1. Name und Adresse des Sparers
  2. die Versicherungsnummer
  3. Standort und aktuelles Datum
  4. formelles Schreiben mit Bitte um Bestätigung
  5. Unterschrift des Sparers

Riester Rente beitragsfrei stellen: Wie sehen die Alternativen aus?

Es gibt sogar zwei Alternativen neben einer Ruhestellung der Riester Rentenbeiträge.

Niedrigere Beiträge einzahlenWer seinen Vertrag nicht auf beitragsfrei stellen möchte, kann einfach niedrigere Beträge einzahlen. Falls dies möglich ist, sollte der Sparer stets versuchen, den Sockelbeitrag einzuzahlen.
Ehepartner zu der Zahlung hinzuziehenEin Sparer, der zulagenberechtigt ist, kann den Ehepartner mit der (vorübergehenden) Zahlung der Beiträge betrauen. Dies ist auch dann gewährleistet, wenn der Ehepartner selbst nicht zulagenberechtigt ist. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich vorübergehende finanzielle Engpässe sinnvoll überbrücken - und dem Sparer droht weder eine Pfändung noch gehen die Zulagen verloren.

Einzelnachweise

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