Die Riester Rente gilt als private Altersvorsorge und existiert als solche bereits seit 2002. Sie wurde zusammen mit dem Altersvorsorgegesetz auf den Weg gebracht. Die Riester Rente ist an staatliche Zulagen gekoppelt, die Sparer bei bestimmten Versicherungen erhalten.

Um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, ist es notwendig, vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens einzuzahlen. Selbstständigen ist diese Art der Rente vorenthalten, während Arbeitnehmer und Verbeamtete von dieser Gebrauch machen dürfen.


Enthält die Riester Rente für Beamte höhere Zulagen?

Beamte

Für Beamte gelten dieselben Bestimmungen wie für "normale" Arbeitnehmer. Auch sie müssen vier Pozent ihres jährlichen Einkommens einzahlen, damit sie die volle Zulage bekommen. Beamte erhalten allerdings ein niedrigeres Bruttoeinkommen als Arbeitnehmer, da sie keinen Arbeitnehmeranteil erhalten.

Die momentanen Zulagen werden folgendermaßen gefördert:

  • Jeder Förderberechtigte erhält mindestens 154 Euro.
  • Für jedes vor 2008 geborene Kind, das Kindergeld bekommt, fallen 185 Euro an.
  • Kinder, die nach 2008 geboren wurden, werden mit 300 Euro bezuschusst.
  • Berufseinsteiger, die unter 25 Jahre alt waren, erhalten für ihre Beiträge einen Bonus von 200 Euro.
  • Beamte können ihre Aufwendungen steuerlich als Sonderausgabe geltend machen.

Wie beantragen Beamte die Riester Rente?

Normalerweise beantragt ein Arbeitnehmer den Riesterrentenvertrag mit seiner Sozialversicherungsnummer. Verbeamtete haben diese Nummer im Normalfall nicht, da für sie weder eine Sozialversicherung noch eine Rentenversicherung anfällt. Sie gehen einen anderen Weg und benötigen eine Zulagennummer. Diese erhalten sie bei der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen.

Gibt es für die Riester Rente für Beamte besondere Voraussetzungen?

Beamte müssen folgende Bedingungen erfüllen, damit sie einen Riesterrentenvertrag erhalten:

  1. Sie müssen bei einer Bank oder einer Versicherung einen förderungsfähigen Vertrag abschließen,
  2. die genannten vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens vorsorglich einzahlen,
  3. den Sockelbeitrag von 60 Euro zahlen
  4. und müssen eine schriftliche Einwilligungserklärung zur Datenverwendung und Datenübermittlung ausfüllen und diese bei der Besoldungsstelle einreichen.
  • Liegt der zuständigen Besoldungsstelle keine Einwilligung vor, so erhalten Beamte keinerlei Zulagen.

Welche Riester Rente eignet sich für Beamte?

Verbeamtete haben die Option, zwischen verschiedenen Riesterrenten zu wählen. Jede Variante bringt dabei ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Die Beamten können sich zwischen folgenden Zulagen entscheiden:

Art der Riester-RenteErläuterung
BanksparpläneGeldanlage für einen stetigen Kapitalanbau
FondssparpläneEinzahlung in einen Investmentfonds
Private RentenversicherungPrivate Einzahlungen für die spätere Altersrente
Fondsgebundene RentenversicherungFondssparplan als angelegte Versicherung

Einzelnachweise

Ermel, Torsten:Beamte - Was die Adeligen von heute wirklich verdienen. »
Deinert, Horst: Beamtenrecht in Nordrhein-Westfalen. »
Lüders, Kay: Ratgeber Altersvorsorge: Mit der Riester-Rente gezielt vorsorgen. »

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